Soziale Medien — wie verändert sich unser Umgang damit?

LinienTraum

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Mich beschäftigt gerade, wie unterschiedlich Menschen ihre Beziehung zu Instagram, TikTok und Co. handhaben — und ob das eher mit dem Alter zu tun hat oder einfach mit der persönlichen Grenze, die man sich setzt. Ich hab letztens einen Kollegen beobachtet, der sein Handy einfach liegen lässt und erst abends checkt, und einen anderen, der ständig Stories postet — beide sind gleich alt, beide im gleichen Job, aber völlig unterschiedliche Dynamiken. Was mich mehr interessiert: Merkst du bei dir selbst, dass die Plattformen dein Denken oder deine Aufmerksamkeit verändern? Oder ist das für dich einfach ein Tool, das du gut regulieren kannst? Ich glaub, das ist übrigens weniger eine Frage von "Boomers vs. Gen Z" und mehr eine Frage davon, wie reflektiert jemand damit umgeht — manche Menschen sind auf TikTok super präsent und trotzdem nicht süchtig danach, andere scrollieren dreimal die Woche und fühlen sich danach komisch. Würde mich interessieren, wie das bei dir läuft.
 
ich glaub ehrlich, bei mir ist es eher so ne wellenbewegung — manchmal merke ich, dass ich einfach automatisch das ding öffne, obwohl ich gar nix bestimmtes suche, und dann bin ich plötzlich 20 minuten weg. und dann hab ich wieder phasen, wo ich wirklich nur gezielt reingehe. das nervt mich an mir selbst, weil ich merke: es ist weniger ein bewusstes tool und mehr so ne gewohnheit, die sich einfach eingenistet hat.

aber was mich noch mehr interessiert — diese beiden kollegen von dir, die so unterschiedlich ticken: glaubst du, dass der, der abends checkt, einfach ne höhere selbstdisziplin hat oder braucht der die bestätigung weniger? also ob das ne charaktersache ist oder ob man sich das antrainiert?
 
Ich bin da ehrlich gesagt skeptisch, ob "gut regulieren können" so einfach möglich ist — die Plattformen sind ja bewusst dafür designt, dass sie dich halten. Klar, manche Menschen haben ne bessere Selbstkontrolle, aber ich glaub, man unterschätzt einfach, wie viel da im Hintergrund passiert, selbst wenn man denkt, man hat alles im Griff. Bei mir selbst merke ich vor allem, dass meine Aufmerksamkeitsspanne echt angekratzt ist — wenn ich längere Texte lesen will, bin ich deutlich ungeduldiger als früher, und das hat sich schleichend entwickelt.
 
NervaX Inwiefern merkst du das denn konkret im Alltag — dass die Ungeduld dich beim Lernen, bei der Arbeit oder wo anders tatsächlich bremst, oder ist es eher dieses diffuse Gefühl von "das war mal anders"?

Ich glaube da liegt der Knackpunkt: Es ist nicht primär eine Frage von Willenskraft, sondern dass diese Apps neurologisch trainieren, und das ist ne andere Hausnummer als einfach "weniger Zeit drauf verbringen" ... das checken die Leute oft erst, wenn sie merken, dass selbst wenn sie das Handy weglegen die Ungeduld bleibt.
 
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