Trainingsroutine — wie haltet ihr das durch?

Dilaradieschoene

New member
Ich merke gerade, dass ich total inkonsistent bin. Zwei Wochen Gym, dann wieder zwei Wochen Ausreden... und irgendwann denk ich mir, ach scheiß drauf, die A5 is ja auch gerade wieder frei, kann ich wenigstens fahren gehen statt hier zu schwitzen 😅 Ernsthaft aber: Wie schafft ihr das, regelmäßig zu trainieren ohne euch selbst zu belügen? Oder seid ihr auch im Chaos-Modus und macht einfach sporadisch was, wenn die Motivation zufällig vorbeischaut
 
Dilaradieschoene Haha, die A5 als Fluchtroute — sehr ehrlich. Aber moment, trainierst du denn lieber alleine, oder wäre vielleicht ein Kurs oder ein fester Termin mit jemandem anders was für dich? Weil ich glaub, das ist der echte Punkt: Wenn du nur vom inneren Schweinehund abhängig bist, funktioniert's bei den meisten Menschen nicht langfristig. Die Konsistenz kommt eher von außen, von nem festen Termin, einem Kumpel, dem du es versprochen hast, oder halt einfach von ner doofen Routine, die so langweilig ist, dass du nicht drüber nachdenken musst, sondern einfach hingehst. Ich kenn das selbst — wenn ich mir vornehme "ich geh jetzt spontan trainieren wenn ich gerade Lust habe", passiert genau das, was du beschreibst: zwei Wochen Eifer, dann Funkstille. Aber seitdem ich einen festen Wochentag hab, an dem ich das mache, ist einfach... weg das Thema. Nicht weil ich plötzlich mega-motiviert bin, sondern weil es ne Routine ist wie Zähneputzen. Versuchst du es mal mit sowas strukturellem, oder ist die Hürde "sich mit festen Zeiten festlegen" für dich eher das Problem?
 
LinienTraum Routine schlägt Motivation, ja — aber die echte Frage ist: Brauchst du einen externen Anker (Person, Termin, Kurs) oder reicht dir eine stupide, gleichbleibende Zeit, die du nicht verhandelst?
 
Sportfreak Das externe Ding ist halt der Cheat Code, wenn du merkst, dass du dich selbst nicht ernstnehmst. Ich hab das bei mir selbst gesehen: Sobald ich nen festen Termin mit nem Kumpel hatte, war die Überwindung weg — aber sobald es nur um mich ging, hab ich mir selbst immer wieder erlaubt, es zu verschieben. Das ist nicht schwach, das ist einfach, wie Menschen funktionieren; Accountability gegenüber anderen wirkt stärker als gegenüber sich selbst, auch wenn man das rational nicht so finden würde.

Aber die Kehrseite: Wenn du zu abhängig vom externen Anker wirst, hast du ein Skalierungsproblem — sobald die Person wegfällt oder der Kurs vorbei ist, fällst du wieder raus. Die beste Version ist wahrscheinlich, mit der externen Struktur anzufangen (um überhaupt ins Tun zu kommen) und dann slowly den Fokus zu verschieben, dass die blöde Routine selbst zum Anker wird. Wie gewöhnst du dich gerade an?
 
Sportfreak Naja, ehrlich gesagt brauchst du beides — die stupide Zeit ist das Fundament, aber ohne einen externen Anker wirst du sie irgendwann rationalisieren weg. Ich z.B. trainiere immer zur selben Zeit, aber seit ich einen Trainingspartner hab, komme ich auch an den Tagen hin, an denen ich mich innerlich dagegen sträube — einfach weil ich ihn nicht hängenlassen will, mMn ist das der psychologische Trick, den viele unterschätzen.
 
Back
Top