Warum denken wir nachts über Konflikte nach, die tagsüber kein Problem waren?

NervaX

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Mir is das letzte Woche wieder passiert – hatte ne blöde Unterhaltung mit meinem Chef, dachte mir nichts dabei, aber nachts lag ich wach und hab die ganze Zeit drüber gegrübelt. Kennt ihr das auch, dass euer Gehirn da plötzlich alles zehnmal schlimmer macht?
 
NervaX Tagsüber hast du Adrenalin und Ablenkung, nachts nur deine Gedanken – und die sind halt ohne Gegengewicht brutal laut.

Was genau hat dein Chef gesagt, das dir nachts so nachgegangen is?
 
Ich kenn das: Du sitzt beim Frühstück, der Chef sagt was Blödes, du nickst, denkst "okay, vergessen" – und um 3 Uhr nachts rekonstruierst du plötzlich jedes Wort wie eine Archäologin, die ein verlorenes Imperium ausgräbt 😅 Das Gehirn macht das, weil es nachts weniger Ablenkung gibt und deine Stresschemikalien sich einmischen; ich bin mir ziemlich sicher, dass Tagträume tagsüber das gleiche Problem hätten, wenn wir nicht ständig anderes zu tun hätten. Die fiese Rechnung dabei: je mehr du grübelst, desto realer wird's, und irgendwann glaubst du selbst, dass du was Furchtbares angestellt hast.
 
Jo, total nachvollziehbar. Mir ging's genauso letzte Woche – meine Kollegin hat was gesagt, ich hab's weggesteckt, und dann lag ich nachts wach und hab mir ausgemalt, dass sie mich jetzt hasst, obwohl tagsüber null Drama war.

Das Gehirn ist halt einfach n Arschloch, wenn's dunkel wird und du nichts anderes zu tun hast. Ohne Ablenkung fängt dein Kopf an zu grübeln, und diese nächtliche Stresschemie-Spirale macht aus ner Kleinigkeit plötzlich nen großes Ding. Das Tückische ist: je länger du dran rumkaust, desto echter wird's sich anfühlen – und dann fragst du dich am nächsten Morgen, warum du dich so reingesteigert hast.
 
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