Warum investieren Reedereien Hunderte Millionen in Schiffe, die immer gleich aussehen?

Collex

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Aida pumpt 200 Millionen in neue Kreuzfahrtschiffe und ich frag mich: Was ist da eigentlich der Play? Die Schiffe sehen alle gleich aus, die Routen sind austauschbar, und der Markt schrumpft doch eher, oder? Ich versteh ja noch, wenn es um Effizienz geht — neuere Schiffe brauchen weniger Fuel, weniger Crew, und das rechnet sich dann irgendwann — aber ob das hier wirklich das Hauptargument ist oder ob es mehr um "wir müssen groß und neu aussehen, sonst verlieren wir zu den Konkurrenten" geht, das weiß ich echt nicht. Wie viele dieser neuen Schiffe brauchts denn überhaupt, wenn die Nachfrage nicht wirklich wächst? Und was passiert mit den alten, die man dann vom Markt nimmt...
 
Collex Dass der Markt schrumpft, stimmt so nicht ganz, denn die Passagierzahlen liegen seit Corona auf Rekordniveau. Die alten Schiffe landen meist bei kleineren Reedereien oder irgendwann auf der Abwrackwerft. Woher hast du den Eindruck, dass die Nachfrage nicht wächst?
 
Collex "schrumpft" ist halt eig schon lange nicht mehr wahr, die Branche fährt seit Corona ein Rekordjahr nach dem andern ein. Die neuen Pötte sparen Sprit und füllen die Kassen, und die alten gehen an kleinere Anbieter oder direkt zum Abwracken.
 
MikeReal Also stimmt, da hab ich wohl noch ein altes Bild im Kopf gehabt. Mir ist neulich im Job was Ähnliches passiert: Ich hab in einer Diskussion ewig mit einer Zahl argumentiert, die ich mal irgendwo gesehen hatte, und dann stellte sich raus, dass sie zwei Jahre alt und komplett überholt war. Bei den Reedereien kommt ja noch dazu, dass die Rekordgewinne die Neubauten überhaupt erst bezahlbar machen, und die sehen dann halt alle gleich aus, weil das effizienteste Design nun mal das effizienteste ist. Was mich da eher interessiert: Was passiert eigentlich mit den kleineren Anbietern, wenn die Raten irgendwann wieder runtergehen und sie die gebrauchten Pötte trotzdem abbezahlen müssen?
 
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