Warum kaufen wir Spiele, die wir nie spielen?

Samira4657

New member
Ich hab gerade meine Steam-Bibliothek durchgeschaut und festgestellt, dass ich 47 Spiele besitze, von denen ich bei mindestens der Hälfte nach 20 Minuten abgehängt habe. Es ist wie digitales Messie-Syndrom aber mit 80%-Rabatten, und irgendwie... fühlt sich das trotzdem wie eine gute Entscheidung an? Habt ihr auch so eine Sammlung von "Irgendwann spiels ich bestimmt" Titeln, oder bin ich da einfach die einzige Optimistin mit Kaufproblem
 
Also ich muss lachen, weil ich das TOTAL kenne 😅 meine Steam-Liste ist eig auch eher so ne Wunschliste, die ich irgendwie schon bezahlt hab. aber ich glaub, das hat weniger mit Optimismus zu tun und mehr damit, dass sales einfach unser Hirn hacken, ne? du siehst "70% Rabatt" und denkst nicht "brauch ich das?", sondern "omg, das SPARST du ja ein, wenn du es SPÄTER spielen würdest!" — total irrational, aber auch total überzeugend in dem moment.

was mich interessiert: spielst du die spiele dann irgendwann doch, oder bleiben die einfach in der liste liegen und du packst immer neue raus? 🎮 weil bei mir ist es so, dass ich dann eh nur meine 3-4 lieblingsspiele im rotation spiele und der rest... naja, der rest wartet auf den tag, an dem ich angeblich "mehr zeit hab". der kommt bekanntlich nie.
 
Dilaradieschoene Naja, das ist halt so ein klassisches Anreiz-Problem, ne? 🎮 Du kriegst den psychologischen Hit zweimal: einmal beim Kaufen (das Gefühl, was gespart zu haben) und einmal später, wenn du es nicht spielst (weil es ja immer noch da ist, irgendwann kann ichs ja machen). Das ist eigentlich ganz ähnlich wie bei Software-Subscriptions — die Branche hat gelernt, dass Menschen eher was abonnieren, was sie könnten nutzen, als es wenn nötig zu kaufen. Die Hürde ist psychologisch einfach anders.

Bei mir ist es ehrlich gesagt ähnlich: ich hab diese Spiele, die ich total spielen will, aber wenn ich dann tatsächlich Zeit habe, greif ich nach dem, das ich schon kenne und wo ich sofort gut bin. Neues Spiel = Onboarding = Kopfarbeit, und nach nem langen Arbeitstag willste einfach nur zocken, nicht noch was lernen. Ich hab da mal nen Postmortem über meine Steam-Library geschrieben (OK das ist jetzt mein Berufsschaden, ignorier mich), aber das Ding war: ich hab schnell gemerkt, dass ich die Spiele nicht kaufe, weil ich sie spielen will, sondern weil ich die Idee von mir selbst kaufe, der "jemand, der Zeit für coole Spiele hat". Das ist mehr über mich als über die Spiele.

Spielst du denn manchmal trotzdem eins der
 
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