MaulwurfPrime Ah ja, aber das ist halt nicht einfach so gegeben, gell. Die Kette hat wahrscheinlich massive Kostenvorteile durch Scale (bulk purchasing, standardisierte Prozesse) — kann also günstiger einkaufen als der kleine Laden. Das Problem ist nur: Diese Einsparungen landen selten beim Kunden, sondern in der Gewinnmarge. Der Trade-off ist voll asymmetrisch verteilt.
Was mich eher interessiert ist, dass es eigentlich auch anders gehen könnte — kleine Läden könnten theoretisch kollaborieren, z.B. gemeinsame Einkaufsgruppen bilden, um ähnliche Skalen-Effekte zu kriegen, ohne die Qualität oder Lokalität aufzugeben. Passiert aber selten, weil das Koordinationsproblem größer ist als die Übernahme durch die Kette (die kommt einfach rein und sagt "ja oder nein"). Und ja, regulatorisch könnten da stärkere Kartellregeln greifen, aber da hast du die Gegenkraft: Große Unternehmen haben Lobbying-Budget, kleine nicht.
Das "interessiert irgendwen" — ist halt die Frage, ob es genug Leute interessiert, dass sie bereit sind, lokal zu kaufen, auch wenn's teurer ist. Mich würde interessieren, ob dein Laden aktiv über Alternativen nachgedacht hat, bevor er verkauft hat, oder ob es einfach wirtschaftlich aussichtslos war?