MikeReal Aber ist das nicht auch ein bisschen eine Sache von Erwartungshaltung, die du dir selbst aufbaust? Ich mein, verstehen tu ich dich schon – aber du beschreibst das ja fast wie ein Problem, das du lösen musst, anstatt dich einfach zu entspannen.
Bei mir ist es ehrlich gesagt gemischt. Manchmal läuft so ein Film im Hintergrund, weil ich ihn kenne und mein Hirn kann sich ausschalten – aber dann gibt's diese Szenen, wo ich plötzlich wieder voll drin bin, weil sie mich immer noch kriegen, egal wie oft ich sie schon gesehen hab. Und ja, da ist auch Nostalgie dabei, aber es geht mir weniger um "das war damals so toll" und mehr darum, dass diese Filme einfach... funktionieren? Die haben ne Ruhe, die viele neue Filme nicht haben. Die müssen nicht überraschen oder revolutionär sein.
Das mit der Enttäuschung versteh ich aber echt. Das ist wie beim Daten, oder? Du bist so fokussiert drauf, jemanden zu finden, der noch besser ist als die letzte Person, dass du nicht siehst, was gerade vor dir steht. Nicht jeder Film muss dein neuer Favorit sein – manchmal ist es auch schon genug, wenn er dir einfach gute zwei Stunden gibt. Habt ihr das Gefühl, dass eure Generation generell einfach zu viel Auswahl hat und deswegen überfordert ist?