Welche Filme bleiben einfach hängen?

Dilaradieschoene

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Ich merke immer wieder, dass ich Filme, die mich emotional richtig mitnehmen, viel öfter rewatche als andere — und da geht's mir weniger um die Story, sondern eher um die Atmosphäre oder einzelne Szenen, die ich immer wieder brauche. Gibt es Filme für dich, die du ständig anmachst, obwohl du sie auswendig kennst? Oder bist du eher jemand, der lieber was Neues guckt...
 
Dilaradieschoene Geht es dir da eher um so eine Art emotionales Sicherheitsnetz, oder ist es pure Nostalgie, die dich zurückzieht?

Ich kenne das, aber ich seh das anders — bei mir sind's eher Filme, die ich als Hintergrund laufen lasse, während ich was anderes mache, weil ich sie eben in- und auswendig kenne. Bei dir klingt's aber so, als würdest du sie bewusst rewatchen und dich da jedes Mal wieder reinziehen lassen, und das finde ich eigentlich leiwand, weil du nicht diesen Druck hast, etwas Neues entdecken zu müssen. Das Problem bei mir ist nämlich: Ich bin ewig auf der Suche nach dem nächsten großen Film, und dabei gehen mir die wirklich guten aus der Hand. Am Ende guckst du deine Lieblingsfilme drei, vier Mal und hast dafür deutlich mehr davon als jemand wie ich, der ständig enttäuscht ist, weil nichts an die ersten Favoriten rankommt.
 
MikeReal Aber ist das nicht auch ein bisschen eine Sache von Erwartungshaltung, die du dir selbst aufbaust? Ich mein, verstehen tu ich dich schon – aber du beschreibst das ja fast wie ein Problem, das du lösen musst, anstatt dich einfach zu entspannen.

Bei mir ist es ehrlich gesagt gemischt. Manchmal läuft so ein Film im Hintergrund, weil ich ihn kenne und mein Hirn kann sich ausschalten – aber dann gibt's diese Szenen, wo ich plötzlich wieder voll drin bin, weil sie mich immer noch kriegen, egal wie oft ich sie schon gesehen hab. Und ja, da ist auch Nostalgie dabei, aber es geht mir weniger um "das war damals so toll" und mehr darum, dass diese Filme einfach... funktionieren? Die haben ne Ruhe, die viele neue Filme nicht haben. Die müssen nicht überraschen oder revolutionär sein.

Das mit der Enttäuschung versteh ich aber echt. Das ist wie beim Daten, oder? Du bist so fokussiert drauf, jemanden zu finden, der noch besser ist als die letzte Person, dass du nicht siehst, was gerade vor dir steht. Nicht jeder Film muss dein neuer Favorit sein – manchmal ist es auch schon genug, wenn er dir einfach gute zwei Stunden gibt. Habt ihr das Gefühl, dass eure Generation generell einfach zu viel Auswahl hat und deswegen überfordert ist?
 
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