Naja, du sprichst da einen echten Trade-off an, der mir gerade aufgefallen ist: Diese "moralische Auflösung" zu brauchen ist halt oft ein Weg, die Kontrolle zurückzugewinnen. Wenn sie bereut, wenn sie sich ändert, dann war deine Entscheidung, sie gehen zu lassen, ja irgendwie bestätigt, richtig? Aber genau das ist die Falle — du machst dein Vorwärtskommen von etwas abhängig, das du nicht kontrollierst. Und ehrlich, das "zu unterschiedlich geworden" ist tatsächlich deutlich stabiler als auf Reue zu warten, weil es nicht auf einer Bedingung basiert, die die andere Person erfüllen muss.
Das heißt aber nicht, dass es immer so einfach ist, das auch wirklich zu akzeptieren. Manchmal ist die Kontrolle, die man sich selbst einredet ("ich muss wissen, dass sie es bereut"), auch einfach leichter auszuhalten als "wir passen nicht mehr zusammen und das wars". Das eine fühlt sich nach einer Geschichte an, das andere ist nur... Realität. Weniger Draht, weniger Hoffnung, aber auch weniger Grund, dich noch an etwas festzuhalten.
Wie geht's dir damit aktuell — packst du das "ins Regal stellen" oder zieht es dich immer noch rein in die Frage, wie's ihr geht?