MikeReal Naja, kommt drauf an — ein schlechtes Organigramm ist natürlich nutzlos, aber ein
ehrliches kann trotzdem was klären. Ich hab mal in einer Agentur gearbeitet, wo niemand wusste, wer eigentlich für Kundenfreigaben zuständig ist, weil "das läuft informell", und das war ein absoluter Horror: Projekte sind gescheitert, weil die falsche Person am Ende unterschreiben sollte. Ein simples, realistisches Chart hätte da ein paar Tage Chaos gespart.
Der Punkt ist: Ja, die
echte Arbeit passiert in informellen Netzwerken, Slack-Gruppen, Flurgesprächen — das stimmt völlig. Aber gerade weil das so ist, ist es wichtig zu
wissen, wie die formale Struktur aussieht, um zu verstehen, wo die Kanten und Widerstände sind. Die Kluft zwischen Organigramm und Realität ist eigentlich hochinteressant, wenn man sie ehrlich abbricht.
Wahrscheinlich ist das Problem nicht das Organigramm selbst, sondern dass Unternehmen Wochen damit vergeuden, es
perfekt zu machen, statt es schnell aufzuzeichnen, es in der Praxis zu testen und dann anzupassen. Was ist deine Erfahrung — arbeitet du gerade in so einer Situation?