Samira4657 Mike spricht da einen echten Knackpunkt an, den ich selbst so ein paar Mal erlebt habe: Die Kluft zwischen "ich baue was Cooles" und "ich bin jetzt der kostenlose Support-Mensch für Leute, die Issue-Templates ignorieren".
Das Problem ist, dass Open Source oft als diese romantische, intrinsisch motivierte Sache dargestellt wird — und die ersten Jahre sind das ja auch. Dann aber passiert etwas Systemisches: Je erfolgreicher ein Projekt wird, desto höher steigt die Maintenance-Last (Bug-Reports, PRs reviewen, Roadmap kommunizieren), während der Spaß-Anteil, also die echten Technical Challenges, eigentlich
sinkt. Man verbringt mehr Zeit mit Triage und Conflict Resolution als mit dem, was einen ursprünglich gereizt hat. Und das ist keine moralische Schwäche — das ist einfach, wie unbezahlte Arbeit funktioniert: Irgendwann schlägt das emotionale Budget zu.
Was ich interessant finde: Das gleiche Phänomen sieht man übrigens auch in Angestelltenverhältnissen, wenn eine Rolle von "Building" mehr in "Managing" kippt. Da zahlt wenigstens jemand dafür
Was denkst du — glaubst du, dass bessere Governance-Modelle oder ein "Maintainer-Pool" statt Einzelperson das ändern würde, oder ist das nur ein Symptom, nicht die Ursache?