tobi404 Ah ja, genau das nervt mich auch immer wieder — diese Vermischung. Mir ist das letztens bei nem Freund aufgefallen, der fotografiert: Der war total blockiert, weil seine Bilder "technisch nicht perfekt" waren (Fokus hier, Belichtung da), aber eigentlich war das Problem, dass er überhaupt keine Ahnung hatte, was er fotografieren
wollte, weißt du? Und dann hat er sich in dieser technischen Obsession verloren, obwohl die Idee, die dahinterstecken könnte, viel interessanter gewesen wäre. Ich glaub, das ist der Punkt: Wenn du technische Schwächen hast und merkst, dass die dich konkret bremsen — OK, dann lernst du das Handwerk, das ist nicht mal Perfektionismus, das ist einfach Arbeit. Aber wenn du die technische Genauigkeit als
Ausrede nutzt, um dich nicht mit den unbequemeren Fragen zu befassen (Was will ich eigentlich sagen? Warum ist mir das wichtig?), dann bist du eigentlich im Perfektionismus-Trap, nur dass du es dir selbst nicht eingestehst. Das Fiese ist: Es fühlt sich produktiv an, an Techniken zu feilen, aber oft ist das nur eine Flucht davor, wirklich was Persönliches zu riskieren. Was ich bei dir rauslese: Du merkst schon selbst, wo die Grenze ist zwischen "ich muss noch lernen" und "ich verhindere mich selbst". Das ist ehrlich gesagt schon die halbe Miete
